Berlin - Hauptstadt Deutschlands

Gebäude der deutschen Hauptstadt Berlin
und ihre Geschichte

Die Kuppel vom Berliner Dom


Zum Vergrößern + Verkleinern bitte auf das Bild klicken!

Der Berliner Dom war wie viele historische Bauten der Hauptstadt ein Opfer der Bombenangriffe geworden. Er musste in den siebziger und achtziger Jahre zwingend restauriert werden. Mit Unerstützung der Evangelischen Kirche und der Bundesrepublik Deutschland gab die Führung der DDR 1975 das O.K. zum Wiederaufbau.
Nachdem die Bauarbeiten an den Fassaden des Berliner Dom im großen und ganzen 1983 abgeschlossen waren, begann man, ihn im Inneren auszubauen.  Nach dem feierlichen Gottesdienst bei der Wiedereröffnung der Predigtkirche, begann man im Altarraum die Glasfenster und im Kuppelraum die Mosaikgemälde zu rekonstruieren. Es ist beim Besuch des Doms ein bleibendes faszinierendes Verharren, wenn man die 70 Meter hohe Kuppel betrachtet. Anton von Werner, damals Direktor der Bauakademie, hat die Vorlagen für die acht Mosaiken geschaffen, der Umsetzung dann die Firmen Puhl & Wagner und Odorico übernahmen. Jedes der 8 Mosaiken hat neununddreißig Quadratmeter und mehr als eine halbe Million Steine, die zweitausend Farbschattierungen tragen. Leider hatten die Mosaiken der Kuppel in den Jahren von 1944 bis 1975 zu sehr unter den Witterungseinflüssen gelitten, so dass von 8 Stück 7 total neu gesetzt werden mussten. Weil die Entwürfe des Künstlers Werners den 2. Weltkrieg überdauert hatten, konnte die DDR-Führung die Nachbildung der Kuppelmosaiken der Firma Ferrari & Bacci aus der Toskana übertragen.

Erst dreizehn Jahre nach der Wende konnte das letzte Mosaik angebracht werden und die gewaltige Dom-Kuppel wieder in altem Glanze erstrahlen.
Er ist mit Sicherheit einen Besuch wert, zumal man ihn auch besteigen kann und von einer an der Kuppel herumführenden Reeling einen ebenso
faszinierenden Blick über Deutschlands Hauptstadt hat wie vom Reichstag, von der Siegessäule oder dem Berliner Fernsehturm.