Berlin - Hauptstadt Deutschlands

Denkmäler der deutschen Hauptstadt Berlin
und ihre Geschichte

Denkmal der Alte Fritz unter den Linden
aufgenommen im Herbst 2008


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Der Alte Fritz, eigentlich Friedrich der Große, bzw. Friedrich II. war ab 1772 der preußische König.
Mit den von ihm vom Zaun gebrochenen Schlesischen Kriegen schaffte er die Eroberung von Schlesien und verschaffte Preußen die Anerkennung im Reigen der europäischen Großmächte. Preußen wurde nun neben Frankreich, England, Russland und Österreich die Nummer 5. Immerhin erlangte er einen guten Ruf mit der in jungen Jahren nach der Machtübernahme erklärten Abschaffung der Folter.
Mit seiner Feststellung: "Jeder soll nach seiner Façon selig werden" kam auch die Offenheit und Toleranz gegenüber den Hugenotten und religiösen Minderheiten wie den Katholiken. Seinem Minister erteile er die Weisung, den nichtpolitischen Teil der Presse nicht mehr zu zensieren.

Er starb im Aug. 1786 als ein alter Griesgram, der nach dem Bericht seines Leibarztes Dr. Selle sagte: "Ich bin nicht mehr als ein altes Gerippe; ich tauge zu nichts mehr als hingeworfen zu werden auf den Anger", Zitat
Der König hatte einen Schlaganfall erlitten und litt längere Zeit unter Wassersucht. Sein Begräbnis hatte er sich ganz einfach und unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewünscht. Sein Neffe, König Friedrich der II.,  der sein Amt übernahm, weil der Alte Fritz keine Nachkommen hatte, ließ aber gegen seinen letzten Willen eine großartige Inszenierung ablaufen. Am 9. September 1789 wurde der Verstorbene in der Potsdamer Garnisonskirche unter großem Pomp neben seinem Vater, dem Soldatenkönig, beigesetzt. Erst zweihundert Jahre später wurden (nach einer Irrfahrt durch ganz Deutschland) seine Gebeine nach Sanssouci gebracht und er an der Seite seiner Hunde in der Gruft vom Schloss Sanssouci bestattet.