Berlin - Hauptstadt Deutschlands

Gebäude der deutschen Hauptstadt Berlin
und ihre Geschichte

Der Berliner Reichstag Kuppel


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Der englische Architekt Norman Forster hatte vom Deutschen Parlament den Auftrag erhalten, sechshundert Millionen DM als oberes Limit einzuhalten und innerhalb von vier Jahren  den Ausbau des Reichstags abzuschließen. Die Attraktivität des Reichstags wurde ohne Zweifel die begehbare Kuppel. Sie hat sich zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt Berlin entwickelt. Durch das Westportal können die Besucher nach einer wie an Flughäfen üblichen Sicherheitskontrolle das Gebäude betreten und gelangen über zwei Aufzüge auf das Dach des Reichstags. Es ist 24 Meter über dem Boden. Für Schwerbehinderte und Mütter/Väter mit Kinderwagen gibt es auch die Möglichkeit, über einen separaten Eingang an der Seite des Gebäudes nach oben zu gelangen. Man muss es eben nur wissen.

Die auf dem Dach aufgesetzte Kuppel hat einen Durchmesser von achtunddreißig Metern und eine Höhe von fast vierundzwanzig Metern. Insgesamt wurde die Kuppel mit ca. dreitausend Quadratmetern Glas verkleidet. Pro Tag steigen etwa achttausend Besucher über den Wendelgang in der Kuppel nach oben. Mit Führungen kann der Besucher auch Bundestagsdebatten verfolgen oder das Gebäude des Reichstags besuchen.
Will sich der Besucher nach der herrlichen Aussicht einen Kaffee genehmigen und betritt voller Erwartung und in Anbetracht der grandiosen Aussicht das Reichstagscafé auf dem Dach, wird er elegant wieder nach draußen geleitet. Ohne Voranmeldung keine Chance auf Kaffee und Sitzplatz. Und das sogar an Tagen, an denen keiner unserer Volksvertreter dort "herumlümmelt". An einem Sonntag im Herbst 2008 war das Café nicht einmal zur Hälfte besetzt. Da stiegen in mir sofort wieder die Erinnerungen an die gehobenen Restaurants des sozialistischen Einzelhandels auf, in denen - wenn sie leer waren - nur der Kellner zu einem freien Tisch geleiten durfte.