Berlin - Hauptstadt Deutschlands

Gebäude der deutschen Hauptstadt Berlin
und ihre Geschichte

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor

Foto: S.-Zoller_pixelio.de.jpg
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Oben auf dem Brandenburger Tor befindet sich eine Quadriga, wie sie vor allem im alten Rom bei Wagenrennen und in Triumphzügen eingesetzt wurde. Im Allgemeinen wurden je zwei Pferde mit einer Deichsel verbunden. Im Falle unserer Quadriga hast sich der Künstler mit einer Deichsel und vier Pferden begnügt. Eine ähnliche und einzige Quadriga befindet sich noch in Venedig im Marcusdom, allerdings ohne Kampfwagen und aus reinem Kupfer hergestellt, um sie besser vergolden zu können.
Die Figuren auf dem Brandenburger Tor sind dagegen aus Bronze hergestellt. Erschaffen wurden sie für das Brandenburger Tor in Berlin im frühklassizistischen Stil von Carl Gotthard Langhans.
Die Quadriga hat bereits eine größere Reise hinter sich gebracht, nachdem Napoleon sie nach der Schlacht bei Jena/Auerstedt als Kriegsbeute mit nach Paris nahm, um sie dort aufzustellen. Die Kriegs- wirren und seine Absetzung setzten diesem Vorhaben allerdings ein Ende. Es dauerte aber acht Jahre bis die Truppen Ferdinand Blüchers während der Befreiungskriege in Paris das Beutegut wieder in Kisten verpackten und nach Deutschland zurückbrachten.  Hier angekommen wurde die Quadriga restauriert. Schinkel hatte dabei die Idee, den gekrönten preußischen Adler durch ein eisernes Kreuz zu ergänzen. So geschah es,  und die “berliner Schnauze“ - der Volksmund - betitelte das Denkmal als die „Retourkutsche!“
Erst zu DDR-Zeiten meinte die geistig umnächtigte Politprominenz, dass der gekrönte Adler und das eiserne Kreuz lediglich Zeichen des deutschen Militarismus seien und ließ sie abbauen. Heute prunkt das Brandenburger Tor wieder in aller Frische und verkörpert das einzige noch vorhandene Zolltor der  Hauptstadt.